Top of the Alps
Faszination Transalp! Mit dem Rennrad über den Alpenhauptkamm an den mediterranen Gardasee zu fahren ist ein besonderes Erlebnis - ein Radklassiker schlechthin. Immer umrahmt von beeindruckenden Bergpanoramen jagt ein Übergang den nächsten. Ein Pass ist schöner als der andere. Eine Tour gespickt mit landschaftlichen Highlights durch eine atemberaubende Bergwelt. Immer das Ziel Lago di Garda vor Augen, den Lenker fest im Griff und eine Spalier stehende Landschaft im Blick. Wer die Alpenwelt einmal auf dem Rennrad schätzen gelernt hat, wird von ihr nicht mehr loskommen, und immer wieder diesen Zauber erliegen. Unvergesslich wird eine Transalp aber erst dann, wenn man diese in jeder Hinsicht genießen kann. Ohne sich um Strecken, Hotels oder Gepäcktransport kümmern zu müssen. Die Transalp stellt die ultimative Herausforderung für jeden ambitionierten Rennradfahrer dar. Diese Reise ist die absolute Königstour und Herausforderung unseres Rennrad-Programms: Etwa 680 km, 16.000 Höhenmeter und 16 nennenswerte Pässe sind zu bezwingen. Kurz gesagt: Wer Berge mag wird diese hochkarätige Tour lieben!
© Foto: Cannondale
Viel gibt es nicht zu sagen: Berge, Berge und nochmals Berge! Eine gezielte Vorbereitung für diese Reise ist unbedingt zu empfehlen. Neben Grundlagenausdauer ist auch Kraftausdauer eine Voraussetzung für diese Tour. Spaß an sportlichen Herausforderungen ist gefragt. Um diese RennRadReise genießen zu können, sollten Sie seit Saisonbeginn zumindest 3.000 km in den Beinen haben. Aber nicht nur Ausdauer, sondern auch perfekte Fahrtechnik ist in den zahlreichen, mitunter steilen und kurvenreichen Abfahrten gefragt.
Innsbruck, umgeben von stolzen Bergriesen und Hauptstadt der Alpen, bietet einen würdigen Rahmen für die bevorstehende und herausfordernde RennRadReise an den schönen Lago di Garda. Am späten Nachmittag Tourenbesprechung und gemeinsames Abendessen.
Locker pedalieren Sie durch das enge Sellreintal und schon nach ein paar Kilometer stellt sich absolutes Hochgebirgsfeeling ein, obwohl Sie noch nicht einmal die magische 1000-Meter-Grenze durchbrochen haben. Es geht stetig bergan und Ihre Muskulatur bekommt den ersten Vorgeschmack auf die bevorstehenden 16.000 Höhenmeter dieser herausfordernden Tour. Der erste Pass, der Kühtaisattel, ist bei 2.017 m geknackt! Rasend schnell sinken Sie hinunter nach Ötz und genießen die tolle Aussicht auf das Ötztal und die Stubaier Alpen. Die ersten Anstrengungen haben sich gelohnt! Entlang der Ötztaler Ache schlängeln Sie sich in Richtung Wintersportmekka Sölden; dass Sie dabei weitere 400 Höhenmeter zu bewältigen haben, wollen wir Ihnen an dieser Stelle nicht verschweigen. Der Panoramablick auf die 600 umliegende Gipfel, davon 174 mit über 3.000 m Höhe, ist berauschend.
Es ist hart, aber es ist so: Gleich unmittelbar hinter dem Ortsschild von Sölden beginnt die Steigung zum Dach der Transalp, dem Timmelsjoch. Also heißt es zu Beginn »gemach, gemach«. In lang gezogenen Kehren steigt die Passstraße hinauf bis auf 2.474 m zum Scheitelpunkt von Nord- und Südtirol. Sie werden die Gletschernähe und den angenehm kühlenden Jochwind zu schätzen wissen. Die unwiderstehlich angelegten Kurven und spektakulären Aussichtspunkte bieten Ihnen ein unvergessliches Fahrerlebnis talwärts und dient den Beinen zur Erholung. Unten sind Sie rasend schnell und mit dem Jaufenpass [2.099 m] steht die zweite große Herausforderung dieses Tages bevor. Doch beflügelt vom Naturerlebnis – und mit Hilfe des kleinen Kettenblattes – werden Sie schnell Ihren Rhythmus finden. Auf der Passhöhe angekommen, erholt man sich schnell bei einem Blick auf das weitläufige Passeiertal Richtung Meran. Es folgt, wie sollte es anders sein, eine temporeiche Abfahrt. Über Sterzing streben Sie Ihrem heutigen Etappenort Brixen entgegen.
Auch der dritte Tagesabschnitt mit seinen »lediglich 95 km« hat es wieder in sich. Sie rollen durch die reizvolle Eisacktaler Landschaft in Richtung Würzjoch [1.987 m], das Tor zu den Dolomiten. Eine »unschwierige«, kurven- und aussichtsreiche Passstraße die immer wieder schöne Ausblicke ins Tal und die in der Ferne thronenden Geislerspitzen im Villnößtal freigibt. Am Fuße der schönsten Gipfel des Dolomitengebirges, geht es durch das ladinische Herz Südtirols, dem Gardertal, zur nächsten Herausforderung: Das Grödner Joch. Das 2.121 Meter hohe Joch gehört zweifelsohne zu einem absoluten Highlight für jeden Passfahrer. Denn während Sie gen Himmel kurbeln, breiten sich vor Ihren Augen die gigantischen Impressionen der Dolomiten aus. Sind alle »Tornanti« [Serpentinen] bezwungen, heißt es dann oben den Schweiß von der Brille putzen und die Aussicht genießen! Schnell haben Sie den bekannten Feriendorf Wolkenstein hinter sich gelassen, und rollen mit 2.750 Höhenmeter mehr in den Beinen im quirligen St. Ulrich im Grödner Tal ein.
Diesen Tag sollten Sie auf jeden Fall mit einem ausgiebigen Frühstück beginnen, denn heute wartet die Königsetappe! Erst nach zirka 130 km, knapp 3.500 Höhenmetern und vier echten Pässen werden Ihre Beine in Rocca Pietore zur Ruhe kommen. Während in den Anstiegen die Oberschenkel brennen, das Laktat in die Muskeln schießt und der Puls gegen die Schläfen hämmert, werden in den Abfahrten Ihre Bremsbeläge glühen und Hände, Handgelenke, Unterarme und Nacken gewaltiges leisten. Ihr Körper wird sich im »Ausnahmezustand« befinden ... Bezwungen wollen heute werden: Das Sellajoch [2.240 m] mit tollem Blick auf den Langkofel. Der Passo Fedaia [2.057 m] der Ihnen mit seinem 16%igen Gefälle wahre Highspeed-Freuden bereiten wird. Den »erholsamen« Passo Staulanza [1.773 m]. Und »last but not least«, den abwechslungsreichen und anspruchsvollen und bis zu 15% steilen Passo Duran [1.605 m].
Von Rocca Pietore auf der bereits von gestern bekannten Strecke über Alleghe nach Cencenighe. Die erste echte Herausforderung stellt der Passo di San Pellegrino [1.918 m] dar. In mehreren Serpentinen mit Steigungen jenseits von 15% schiebt sich die Straße nach oben. Über relativ lange Geraden gelangen Sie, ohne die Kurbel zu drehen, schnell wieder talwärts. Der Dolomit in seiner typischen, zahnstumpfähnlichen Form – hier der Rosengarten – dominiert die Sicht nach Westen. Der Karerpass [1.754 m] ist ein weiter Grassattel mit almenartiger Atmosphäre und bezaubernden Blicken ins Fassatal. Wie ein Amphitheater reihen sich nun die Gebirgsketten ringsum aneinander: Im Osten der Schlern, der Rosengarten und der Latemar; im Süden der Zanggen, das Schwarz- und Weißhorn; von Westen nach Norden über dem Etschtal das Mendelgebirge und dahinter die Viertausender des Ortlermassivs bis hin zu den Ötztaler und Stubaitaler Alpen. Bevor Sie den Kalterer See erreichen, stellt sich Ihnen noch der Coyotenpass mit einem kurzen aber knackigen Anstieg in den Weg.
Der bekannte Weinort Kaltern bildet den Startpunkt Ihrer letzten Transalp Etappe. Haben Sie am Vorabend nicht allzu viel des herrlichen Rotweines getrunken, dürften die zirka 14 Kilometer bis zur Passhöhe des 1.363 Meter hohen Mendelpasses, die es in 17 Spitzkehren zu überwinden gilt, kein großes Problem für Sie darstellen. Während der Auffahrt ergeben sich wunderschöne Ausblicke auf das Etschtal und die »Weinstraße«. Der Ausblick auf die Brenta Gruppe ist atemberaubend. Die Beine kreisen rhythmisch und es riecht nun schon förmlich nach Süden und »bella Italia«. Sanfte Hügel gewürzt mit einem Hauch »Alpen«. Dazwischen kleine, typisch italienische Dörfchen, Obstplantagen so weit das Auge reicht und eine Hand voll kleiner Seen. Der finale Anstieg auf den Passo del Ballino [755 m] wird Sie wahrscheinlich nur ein »müdes Lächeln kosten«, denn das große Ziel Lago di Garda ist bereits zum Greifen nahe. Die letzten 15 km Gefällestrecke sind Genuss, Stolz [das können Sie zurecht sein!] und Wehmut zugleich: Sie haben Ihr Ziel erreicht, der Gardasee liegt Ihnen zu Füßen.
Tauschen Sie das Radtrikot gegen die Badehose und verbringen Sie einige Tage am herrlichen Gardasee. Verdient haben Sie es sich nach dieser gewaltigen Tour allemal.
Reiseart
Gruppenreise
Reisedauer
8 Tage / 7 Nächte
Reisetermine
Samstag, den 21.06.2008
Preis
ab € 898,— pro Person im DZ/HP