Südpolen, Slowakei und Krakau
Naturfreunde und Pioniergeister aufgepasst: Das »Naturabenteuer Dunajec-Radweg« wartet auf seine Entdecker! Diese RadReise entlang des Grenzflusses zwischen Polen und der Slowakei im Tatra-Gebirge, ist eine Traumroute für alle, die sich Ihren »Pioniergeist« bewahrt haben! Meist bergab rollen Sie auf alten Handelswegen durch eine einmalige und weitgehend unbekannte Landschaft. Die uralten Traditionen der Goralen und Zipser machen diese Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die gastfreundliche Bevölkerung und ein annehmbares Preisniveau tun ihr Übriges. Nicht zu vergessen: Krakau, die heimliche Hauptstadt Polens! Sie ist eines der letzten »unentdeckten« Reiseziele im Herzen Europas.
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Sie radeln durchwegs auf ruhigen, befestigten Wegen und Pfaden. Bis auf wenige Ausnahmen verläuft die Strecke in Flusstälern. Kurze Strecken führen über stärker befahrene Straßen.
Krakau [Krakow], die ehemalige Stadt der Könige, gehört zu den prachtvollsten und schönsten Städten Europas. Nach dem Zimmerbezug empfehlen wir Ihnen einen ersten Bummel. Ihr Leihrad, falls gebucht, erhalten Sie am 2. Tag.
Nach dem Frühstück Ausgabe der Leihräder, falls gebucht. Danach entdecken Sie Krakau per Rad. Krakau ist nach Warschau und Lodz die drittgrößte Stadt Polens und das eigentliche kulturelle Zentrum des Landes. Die Altstadt begeistert durch ihr harmonisches Ensemble aus Romanik, Jugendstil- und Renaissance-Architektur. Ihr mittelalterlicher Charakter blieb erhalten, da sie nie verändert und im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde. Gegen Mittag Transfer zum höchst gelegenen Dorf Polens, nach Zab [Fahrzeit ca. 2,5 Std.]. Ihr erstes ziel ist die Gubalowka-Anhöhe, von der Sie ein herrliches Panorama auf die Hohe Tatra haben. Begleitet von mit Heu beladenen Bauernfuhrwerken rollen Sie gemächlich abwärts. Eine kurze Rast sollten Sie an jener Stelle machen, wo sich die Bäche Poroniec und Zakopianka zum Weißen Dunajec vereinen. Über das Dorf Olcza gelangen Sie nach Zakopane, das »St. Moritz der Tatra«. Beschließen Sie den Tag in der Krupowki-Fußgängerzone in einem der reizenden kleinen Cafés und beobachten Sie das bunte Treiben.
Die Bergbahn bringt Sie bequem auf den Höhenrücken von Gubalowka zur Sonnenbergalm. Genießen Sie die anschließende Abfahrt in das bekannte Dorf Chocholow, ein einzigartiger Komplex herrlicher Blockhauskonstruktionen – ein hölzernes, bewohntes Freilichtmuseum. Über eine kleine Anhöhe gelangen Sie in das Tal des Cichy Potok [stiller Bach]. Auf ruhigen Wegen geht es stets abwärts durch die Orte Ciche, Stare Bystre, Rogoznik, Ludzmierz [berühmtes Maria-Sanktuarium], nach Nowy Targ – der zentrale Ort der Goralen. Unweit von Nowy Targ, erreichen Sie die Stelle, wo sich Weiße und Schwarze Dunajec zu einem gemeinsamen Flusslauf werden. Meist entlang dem Dunajec in die historischen Dörfer Waksmund und Lopuszna. Übernachtung in Lopuszna in einer idyllisch am Waldrand gelegenen Pension.
Heute wenden Sie sich gen Süden und folgen dem Flussbett des Bialka, ein weiterer großer Bergfluss. Bei Nowa Biala gelangen Sie zum imposanten Durchbruch des Flusses, der hier in den Dunajec mündet. Im Dorf Debno besuchen Sie die älteste Holzkirche der Region, erbaut im 15. Jahrhundert, UNESCO-Denkmal. Im Inneren der gotischen Kirche beeindruckt die wunderschöne Polychromie [Vielfarbigkeit]. Nun befinden Sie sich im Siedlungsgebiet der Zipser Sachsen, eine historische Region mit eigenständigem Volks- und Brauchtum. Seit vielen Jahrhunderten leben hier Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen friedlich zusammen. Sie radeln am Ufer des Czorsztynskie Stausees entlang und erreichen Niedzica. Eine Besichtigung des interessanten Schlosses, von dessen Wehrmauern Sie einen schönen Blick auf die reizvolle Gegend haben, könnte diesen erlebnisreichen Radtag beschließen.
Die Radroute führt Sie ins Zipsdorf Kacwin, das an ungarische Dörfern erinnert. Gegen Mittag passieren Sie die slowakische Grenze und gelangen zum malerisch gelegenen Kloster Cerveny Klastor [Rotes Kloster] über dem sich das grandiose, dreigezackte Gebirgsmassiv »Trzy Korony« [Drei Kronen] erhebt. Der schmale, in den Fels gehauene »Pieniner Weg«, nur für Radfahrer und Fußgänger zugänglich, führt am stellenweise nur 100 m breiten Dunajec-Durchbruch entlang. Gewaltige, bis zu 300 m hohe Felsen und Wände mit schroffen Zacken säumen Ufer. Die atemberaubenden Kalkfelsen und die üppige Vegetation entlang des Weges, lassen einen schnell den Alltag vergessen. Tagesziel ist Szczawnica - verbringen Sie einen lustigen Abend damit, den Namen des Ortes fehlerfrei auszusprechen.
Die heutige Etappe führt Sie durch den »Grünen Durchbruch« des Dunajec, der zwei Beskiden-Gebirgsketten teilt. Die mit Buchenwald bewachsenen Abhänge bilden einen entzückenden Kontrast zum Fluss. Über eine Hängebrücke wechseln Sie auf die rechte Uferseite. Verschwiegene Pfade geleiten Sie in das blumengeschmückte Bauerndorf Tylmanowa. Versuchen Sie durch die geöffneten Fenster und Türen einen Blick in die alten Stuben, Scheunen, Speicher und Hühnerställe zu erhaschen. In Lacko sollten Sie einen Sliwowitz verköstigen und ein kleines Fläschchen für »Notfälle« mit nach Hause nehmen. Ihr weiterer Weg führt Sie entlang von Obstgärten nach Golkowice wo Sie sich vom Dunajec verabschieden. Nur noch wenige Kilometer trennen Sie vom alten ritterlichen Dorf Rytro mit Schlossruine aus dem 13. Jahrhundert. Den heutigen Tag lassen Sie bei einem Lagefeuer mit frisch gefangen Forellen gemütlich ausklingen.
Durch das luftige Tal von Poprad radeln Sie nach Stary Sacz [Alt-Sandez] eine der schönsten Kleinstädte Südpolens. Hier können Sie noch die Atmosphäre alter Zeiten atmen und das Gewirr der krummen Gassen mit dem Rad erkunden. Nach einem wohlschmeckenden Mittagessen, Transfer nach Nowy Sacz [Neu-Sandez] zu einem Zwischenstopp. Das Stadtbild hat noch viel vom alten Habsburger Reich. Aus dieser Zeit stammt beispielsweise das neugotische Rathaus am schönem Marktplatz. Die Strassen sind gesäumt von einer Vielzahl von schön restaurierter Jugendstilhäuser. Nach einer Besichtigungspause geht es zurück zu Ihrem Ausgangspunkt Krakau. Im Jüdischen Viertel beschließt das »Naturabenteuer« Dunajec-Radweg bei einem stimmungsvollen Abendessen mit Klezmer-Musik.
Ein oder zwei zusätzliche Tage in Krakau lohnen immer. Auch ein Verlängerungsaufenthalt im Gebirge ist sehr reizvoll.
Reiseart
Einzelreise und Gruppenreise
Reisedauer
8 Tage / 7 Nächte
Reisetermine
samstags von Mai bis September
Preis
ab € 430,— pro Person im DZ/HP