Reiseverlauf für die RadReise
»Sonnenland Apulien«

Vom Meer umspült, von der Sonne verwöhnt

Malerische Dörfer, einsame Felsenbuchten, verschlafene Fischerorte - im äußersten Südosten, im »Absatz des italienischen Stiefels«, erleben Radreisende noch ein Italien wie in den 60er-Jahren. Apulien, jahrhundertelang Europas Brücke zum Orient, ist mit seinen 800 km Küstenlinie ein ideales Ferienland. Für Sonnenhungrige ebenso wie für Kulturinteressierte. Bei dieser Radtour erleben Sie nicht nur die einmalige Landschaft zwischen dem Adriatischen und dem Ionischen Meer, sondern auch die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Süditaliener. Und diese Region wussten auch schon andere zu schätzen: Griechen, Römer, Byzantiner, Normannen, Staufer, Aragonier, Habsburger und Bourbonen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Einst versunkene, doch wieder an die Oberfläche gebrachte Siedlungen, verlassene mittelalterliche Dörfer, weite Olivenplantagen, alte knorrige Olivenbäume und zahlreiche Genüsse von Baum, Strauch und Rebe machen Apulien zu einem mehr als lohnenswerten [Rad]Reiseziel - entdecken auch Sie es!

Sonnenland Apulien | Vom Meer umspült, von der Sonne verwöhnt

© Foto: PEDALO Touristik GmbH

Schwierigkeitsgrad SCHWIERIGKEITSGRAD 1.5 von 4

RadReisen für Freizeitradler: Abgesehen von einem leichten Auf und Ab in einigen Abschnitten führt Sie die Strecke hauptsächlich auf ebene, asphaltierte Nebenstraßen. Da Apulien kein »Durchzugsland« ist und Sie außerhalb der Hauptsaison fahren, sind die Straßen so gut wie autofrei. Die Strecken sind mit ein wenig Kondition und etwas [Rad-]Erfahrung problemlos zu fahren. Es bleibt genug Zeit für Natur, Kultur und Erholung.

1. Tag: Individuelle Anreise nach Alberobello

Individuelle Anreise nach Alberobello. Nutzen Sie die Zeit und erkunden Sie die Stadt mit ihren landestypischen »Trulli«, weiß getünchten, meist runden, kleinen Häusern mit hohen Kegeldächern. Ganze Stadtteile bestehen aus diesen Trulli, weshalb der Ort auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Am Abend [in Ausnahmefällen auch am nächsten Morgen] erfolgt ein kurzes Informationsgespräch.

2. Tag: Alberobello - Ostuni ~ 40 km

Nach dem Frühstück starten Sie Ihre Radtour durch das Tal von Valle d'Itria, welches zu den schönsten Kulturlandschaften des Südens gehört. Zwischenstopp in der bekannten Weinstadt Locorotondo zur Verkostung des lokalen Weißweines. Weiter geht es nach Ostuni, das wegen seiner typischen, weißgekalkten Häuser auch die »Weiße Stadt« genannt wird. Die wichtigsten Attraktionen sind wohl die hervorragend erhaltene Altstadt mit Kathedrale und Barockkirche Santa Maria Maddalena sowie das pittoreske Gewirr von Gassen und Stiegen.

3. Tag: Ostuni - Raum Manduria ~ 50 km

Vorbei an der mittelalterlichen Kunsthandwerksstadt Grottaglie geht es nach Manduria, eine verblühte Landmetropole in der Karstlandschaft der Murge Tarantine. Umgeben von Bauernland, wo nicht nur Wein angebaut wird, sondern auch edle Wildkräuter gedeihen, sticht besonders die herrlich verwitterte Altstadt, die nahezu vollständig aus gelbem Tuffstein gebaut wurde, hervor. Hier ließen sich die Messapier nieder, ein ur-apulischer Volksstamm, wovon noch heute eine Megalithmauer und ein Gräberfeld zeugen. Nicht entgehen lassen sollte man sich weiters den prunkvollen Feudalpalast Imperiali, den romanischen Dom San Gregorio Magno und das ehemalige jüdische Ghetto, ein liebliches Altstadtviertel.

4. Tag: Raum Manduria - Gallipoli ~ 65 km

Entlang der Ionischen Küste rollen Sie nach Gallipoli. Diese »Kale Polis« [schöne Stadt] griechischen Ursprungs ist die eigentliche urbane Überraschung am Ionischen Meer. Wie eine uneinnehmbare Felseninsel liegt Alt-Gallipoli an der Spitze einer weit ins Meer ragenden Landzunge - von Norden wie Süden schon aus der Ferne erkennbar. Finden Sie sich zurecht im Gassengewirr der Stadt, wo mehrere Kirchen und ein uriges Museum auf Ihren Besuch warten. Beobachten Sie auch die allgegenwärtigen Berufsfischer, die nach wie vor für ein authentisches Bild der Stadt sorgen, welche im 17. und 18. Jh. als größter europäischer Exporteur für Lampenöl - hergestellt aus minderwertigen Oliven - galt.

5. Tag: Gallipoli - Santa Maria di Leuca ~ 45 km

Heute erreichen wir den südlichsten Punkt des Salento und zugleich die Wasserscheide zum Ionischen Meer bei Santa Maria di Leuca. Der Ort ist vor allem für seine Wallfahrtskirche bekannt, welche ein beliebtes Pilgerziel darstellt. Um die Jahrhundertwende entstanden hier viele Prunkvillen, welche aufgrund ihrer fantasievollen bis absurden Formen ein absolutes architektonisches Highlight sind. Hier ließen sich exzentrische Ende-der-Welt-Liebhaber nieder, um in der Abgeschiedenheit des Ortes Ruhe und Meer zu genießen.

6. Tag: Santa Maria di Leuca - Otranto ~ 50 km

Heute geht es der südlichsten Küste des Adriatischen Meeres entlang, hinauf zur messapischen Stadt Otranto. Sie gilt als kunstgeschichtliches Kleinod inmitten einer reizvollen Landschaft. Die Altstadt ist von einer mächtigen Stadtmauer umgeben und besticht durch das beeindruckende Habsburger-Castello. Auf dem Weg nach Otranto haben Sie die Möglichkeit, die berühmte Grotta Zinzulusa zu besichtigen - die einzige Küstengrotte, die der Öffentlichkeit zugänglich ist. Auch die Santa Cesarea Terme, bekannt für ihre hydrotherapeutischen Kuren und radioaktiven Moortherapien, verdient einen Zwischenstopp.

7. Tag: Otranto - Lecce ~ 50 km

Zunächst weiter an der adriatischen Küste. Durch unzählige Olivenhaine geht es nach Lecce. Sollten sie unterwegs eine Pause einlegen wollen, machen Sie das am Besten an der von hohen Kalksteinklippen begrenzten Badebucht von Torre dell' Orso. Lecce, die Hauptstadt des Salento, ist eine Stadt mit großem Reiz, die vor allem durch die unbestrittene Schönheit ihrer Gebäude und Kirchen begeistert. Neben Neapel ist Lecce die Barockmetropole des Südens, nicht umsonst spricht man vom »Lecceser Barock«. Hier warten rund 30 Kirchen und unzählige Paläste auf ihre Besichtigung. Vergessen Sie nicht, auch dem Amphitheater und dem römischen Theater, beide vermutlich unter Kaiser Augustus erbaut, einen Besuch abzustatten.

8. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Von Lecce aus sind die Flughäfen von Bari/Brindisi bequem mit dem Zug erreichbar; wer sein Auto in Alberobello geparkt hat, kommt ebenfalls mit dem Zug dorthin zurück. Andernfalls steht Ihnen auch unser Transfer zur Verfügung.

Reiseart Reiseart Einzelreise und Gruppenreise
Reisedauer Reisedauer 8 Tage / 7 Nächte
Reisetermine Reisetermine samstags im April, Mai, Sept., Okt.
Preis Preis ab € 626,— pro Person im DZ/ÜF

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