Im Tal der jungen Donau
Im Oberen Donautal gibt es eine Menge zu sehen: Historische Städte, stille Dörfer und eine überwältigende Natur. Die Donau, zunächst noch ein kleines Flüsschen, windet sich anfangs in sanften Schleifen. Dann wird das Tal immer enger, die Mäander der Donau immer eindrucksvoller. Das Urstromtal der Donau und die stark zerklüfteten Kalksteinfelsen im »Naturpark Obere Donau« sind nur einige der Naturschönheiten dieses wildromantischen Landstriches. Zahlreiche Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen säumen den Radweg und zeugen von einer bewegten Vergangenheit. Es bleibt Ihnen immer genügend Zeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf dieser Strecke zu entdecken und in Ruhe zu besichtigen.
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Die Route verläuft meist durch ebenes Gelände, die Wege sind großteils asphaltiert. Im engen Donautal ist jedoch mit einigen kleineren Steigungen und kurzen Schotterstrecken zu rechnen.
»Brigach und Breg bringen die Donau zuweg«, so lautet der Merksatz über den Ursprung der Donau. In Donaueschingen beginnt die Reise entlang der Donau, natürlich an der Donauquelle. Sie finden den Quellbrunnen im gepflegten Garten des fürstlichen Schlosses. Nutzen Sie den Rest des Anreisetages für einen Rundgang durch die Residenzstadt zwischen Schwarzwald und Bodensee. Ihr Leihrad, falls gebucht, erhalten Sie abends oder am Morgen des nächsten Tages.
Endlich: Ihre RadReise durch das Tal der jungen Donau kann beginnen. Der Radweg führt Sie entlang des immer kräftiger werdenden Flusslaufes bis zur Donauversickerung bei Immendingen. An gut 200 Tagen im Jahr versickert der wasserreiche Fluss in die Spalten der Weißjuraschicht, um nach 12 km oder rund 60 Stunden später wieder aus dem Aachtopf hervorzuquellen und in den Bodensee zu fließen. Die Kalkfelsenlandschaft des Naturparks Obere Donau bestimmt ab hier Ihre Eindrücke. Über den Klüften und Spalten der verkarsteten Kalkfelsen sind oft Turmfalken zu sehen und Angler freuen sich über den Forellenreichtum des klaren, sauberen Flüsschens, das einige 100 Meter hinter der Versickerungsstelle in Richtung Schwarzes Meer zu fließen beginnt. Vorbei an Möhringen erreichen Sie das heutige Etappenziel, die sehenswerte Stadt Tuttlingen.
Sie verlassen Tuttlingen und finden bei Fridingen die Jägerhaushöhle mit Ausgrabungen aus der Mittelsteinzeit sowie den berühmten Aussichtspunkt Knopfmacherfelsen. Die Donau durchbricht hier die Felsen der Schwäbischen Alb. Steil ragen weiße Felspartien bis zu 150 m über dem Talgrund auf. Gesäumt wird das Ufer von zahlreichen, an den Hängen gelegenen Schlössern, Burgen und Ruinen. Durch die weit ausladende Talschleife radeln Sie nach Beuron. Das Beuroner Kloster ist eine Benediktiner-Erzabtei, deren Mönche sich noch selbst durch Landwirtschaft versorgen. Übernachtung in Beuron oder in Fridingen.
An romantischen Mühlen und malerischen Talwinkeln vorbei windet sich der Radweg entlang der Donau. Burg Wildenstein thront rechts oberhalb, und wenig später erblicken Sie den Werenwag, die Burg bedeutender Minnesänger des Mittelalters. Über Hausen im Tal gelangen Sie nach Sigmaringen, dessen Geschichte stark durch die Fürstenfamilie Hohenzollern geprägt wurde. Ab 1534 war Sigmaringen die Residenzstadt der schwäbisch-katholischen Linie des deutschen Kaiserhauses. Die wohl größte private Waffensammlung Europas finden Sie in einem der Ausstellungsräume des prachtvollen Schlosses. Bummeln Sie durch den historischen Ortskern oder statten Sie dem Heimatmuseum einen Besuch ab. Die Übernachtung erfolgt in Sigmaringen oder im nahegelegenen Scheer.
Bis ans Wasser reichen die Mischwälder und Wiesen auf der heutigen Fahrt durch das offene Land und die weitflächigen Riede des Donautals. Scheer, einst keltischer und römischer Siedlungsort, verfügt über einen beträchtlichen Anteil mittelalterlicher Bausubstanz und könnte der erste Ort für eine kleine Rast sein. Über Mengen, eine der fünf habsburgischen Städte an der oberen Donau, erreichen Sie Hundersingen mit seinem sehenswerten Heunebergmuseum, dessen Ausstellung Zeugnisse frühester keltischer Besiedlung aus dem 7. bis 5. Jahrhundert v. Chr. birgt. Der steile Aufstieg zum Museum wird mit einem weiten Ausblick auf das Tal belohnt. Ihr heutiger Übernachtungsort ist Altheim oder Riedlingen.
Riedlingen war ebenfalls im Mittelalter im Besitz der Habsburger. Die Altstadt links der Donau ist heute noch vom Charakter einer vorderösterreichischen Landstadt geprägt. Sie radeln heute an einem Teil der berühmten Oberschwäbischen Barockstraße entlang. Diese zieht sich wie ein Band durch das Oberschwäbische und weist dem Kulturreisenden den Weg zu zahlreichen kulturhistorischen Schätzen, wie etwa die Brockklöster Zell, Obermachtal und Zwiefalten. Die ehemalige Abteikirche des Klosters Zwiefalten wird als eine der schönsten Kirchen in der Region bezeichnet. Bedeutende Baumeister dieser Epoche wirkten an ihrem Bau mit und vermittelten auf einmalige Weise die Spielarten der barocken Kirchenbaukunst. Eine kleine Anstrengung erfordert die Steigung vor Munderkingen, doch Ihr Übernachtungsort Ehingen ist nicht mehr weit entfernt und verspricht Ihnen gute Unterkunft in einem gepflegten Haus.
Heute können Sie ganz nach Ihrem Belieben entweder den Radweg entlang der Donau nehmen, oder aber die besonders empfehlenswerte und landschaftlich reizvolle Route entlang der Ach über Blaubeuren radeln. Der Donau-Radweg führt Sie in einem flachen und weitläufigen Land durch Ried- und Naturschutzgebiete. Sehenswert auf der Strecke sind die beiden Orte Oberdischingen mit seiner herrschaftlichen Residenz und Erbach, dessen Stadtbild an die Vergangenheit als Adelssitz im Hochmittelalter erinnert. Das Achtal hingegen ist eher eng, beidseitig ziehen sich Hügelketten am Tal entlang. Über Schelklingen mit seiner Burg radeln Sie nach Blaubeuren zum berühmten Blautopf, welcher 21 m tief ist und pro Sekunde 2000 Liter Wasser ausschüttet. Durch die große Tiefe der Quelle leuchtet das Wasser beeindruckend blau. Ihr heutiges Ziel ist Ulm, die Grenzstadt zu Bayern. Vom 161 m hohen Turm des berühmten Münsters können Sie die herrliche Aussicht genießen können.
Gerne buchen wir Zusatzübernachtungen am Start- oder Endpunkt der RadReise. Unser Tipp: Eine Kombination unserer RadReisen am Donau-Radweg ist problemlos möglich.
Reiseart
Einzelreise
Reisedauer
8 Tage / 7 Nächte
Reisetermine
Sa. und So. von April bis Oktober
Preis
ab € 518,— pro Person im DZ/ÜF