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Unsere Gut­schein­welt ist groß und bunt, die Mög­lich­kei­ten sind schier gren­zen­los. Viele Rei­se­län­der und Va­ri­an­ten las­sen Sie zum Schenker-König und die Be­schenk­ten zu Glücks­pil­zen wer­den.

Der Rei­se­gut­schein Ihrer Wahl lässt sich spie­lend leicht on­li­ne er­stel­len. Und zwar im Hand­um­dre­hen. Se­hen Sie selbst!

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Gravel-Bikes

Mit dem Rennrad über Stock und Stein

Perfekt geeignet für Ihre be­vor­ste­hen­de PEDALO Strecken- oder Rund­reise so­wie für jede Tour, die auch mal "ins Ge­müse" füh­ren darf. Ker­ni­ge Grüße von den Gravel-Bikes!

Wo die Straße aufhört, Feld- und Wald­we­ge an­fan­gen und das her­kömm­li­che Renn­rad ka­pi­tu­liert, dort tritt das Gravel-Bike auf den Plan. Doch was ist so be­son­ders an die­ser Neu­heit und was un­ter­schei­det sie vom klas­si­schen Ren­ner? Wir ha­ben ge­nau­er hin­ge­schaut.

Der Rennradsport er­lebt der­zeit eine Be­frei­ung - und zwar von der un­er­schüt­ter­li­chen Bin­dung an As­phal­tstra­ßen. Mit neuen Be­glei­tern kön­nen Renn­rad­ler neue Ge­bie­te er­for­schen, ohne da­bei auf ihren ge­lieb­ten Sport ver­zich­ten zu müs­sen. In Rein­form fin­det sich die neue Aben­teu­er­lust im Trend­the­ma Renn­rad­rei­se, dem sport­li­chen Rei­sen mit klei­nem Ge­päck. All das mög­lich ma­chen brei­te­re Rei­fen, wie sie die so­ge­nann­ten "Gravel"- oder "Allroad"-Bikes mit­brin­gen. Sie eli­mi­nie­ren die Pan­nen­ge­fahr, die mit her­kömm­li­chen, schma­len Rei­fen ab­seits der Stra­ßen immer droht. Da brei­te Rei­fen mit we­ni­ger Luft­druck ge­fah­ren wer­den kön­nen und so eine grö­ßere Auf­la­ge­flä­che bie­ten, wird die Trak­ti­on auf lo­se­rem Un­ter­grund er­höht. Zu­dem wah­ren sie aber - entgegen ver­brei­te­ter Vorstellungen - auch das sportlich-flotte Vo­ran­kom­men, denn bau­glei­che Rei­fen rol­len des­to bes­ser, je brei­ter sie sind. Das macht Gravel Bikes quasi zum "Renn­rad für mehr", wes­halb der Trend auch "Road plus" ge­nannt wird.

Neue Möglichkeiten durch technische Innovation

"Ein weiterer wich­ti­ger As­pekt des Gravel-Bikes sind die vom Moun­tain­bi­ke über­nom­me­nen Schei­ben­brem­sen, die mitt­ler­wei­le auch in der ty­pi­schen Rennrad-Brems­griff­form er­hält­lich sind," er­klärt To­bi­as Er­hard vom Her­stel­ler Sram, der hy­drau­li­sche Schei­ben­brem­sen mit me­cha­ni­scher Schal­tung (z. B. "Red HRD") oder elek­tro­ni­scher Funk­schal­tung ("Red eTap HRD") an­bie­tet. Die Ent­wick­lung die­ser Brem­sen wur­de übri­gens da­durch stark be­güns­tigt, dass der in­ter­na­ti­o­na­le Rad­sport­ver­band (UCI) 2010 die Er­laub­nis gab, auch Cyclocross- (bzw. Querfeldein-)Räder mit Schei­ben­brem­sen in Wett­kämp­fen zu ver­wen­den. Da­rauf­hin folg­ten schnell die ers­ten Ver­su­che, Renn­rä­der mit Schei­ben­brem­sen zu pro­du­zie­ren. Da die­se Brem­sen di­rekt an der Rad­na­be wir­ken, konnte man auf die bei Renn­rä­dern üb­li­chen Fel­gen­brems­zan­gen ver­zich­ten, wel­che die Felgen- und Rei­fen­brei­te be­grenz­ten.

"Durch diesen Tech­no­lo­gie­trans­fer wer­den die klas­si­schen, fest­ste­hen­den Fahr­rad­ka­te­go­rien aufgeweicht - und der Fahr­spaß des Renn­rads in un­weg­sa­me­res Ge­län­de über­tra­gen", führt Ste­fan Scheitz von Sport Im­port aus, in Deutsch­land Ver­tre­ter des Fel­gen­her­stel­lers Stan's NoTubes. "Plötz­lich ha­ben auch Stra­ßen­rad­sport­ler die Mög­lich­keit der Er­kun­dungs­tou­ren im hei­mi­schen Wald", so Scheitz weiter.

"Eine entschei­den­de Rolle beim Trend Gravel-Bike spie­len zu­dem Ent­wick­lun­gen wie der Tubeless-Reifen", er­läu­tert Pe­ter Kri­schio vom Rei­fen­her­stel­ler Schwalbe. "Wie beim Auto wird hier auf den In­nen­schlauch ver­zich­tet. So rollt der Rei­fen leich­ter. Klei­ne­ren Ein­sti­chen wirkt eine Dicht­milch ent­ge­gen, die man in den Reifen füllt." Ein Bei­spiel dafür ist der leicht pro­fi­lier­te, 35 Mil­li­me­ter breite Rei­fen "G-One All­round".

Nur ein neues Endurance-Rad?

Im Grunde ist die Idee, brei­te­re Rei­fen mit we­ni­ger Druck zu fah­ren, kei­nes­wegs eine In­no­va­ti­on. Denn be­reits in den An­fän­gen des Rad­sports wur­den brei­te­re Rei­fen ver­wen­det, was an­ge­sichts da­ma­li­ger Stra­ßen­be­lä­ge auch nö­tig war. "Dies än­der­te sich erst in den 1980er-Jahren mit dem An­satz, durch schma­le­re, pral­le­re Rei­fen eine hö­he­re Ge­schwin­dig­keit ge­ne­rie­ren zu wol­len", er­läu­tert Marijke van Dijk vom nie­der­län­di­schen Sport­rad­her­stel­ler Ko­ga. Ganz im Zei­chen der Zeit steht da Ko­gas Mo­dell "Col­ma­ro", das mit bis zu 35 Mil­li­me­ter brei­ten Rei­fen ge­fah­ren wer­den kann, oder mit 30-Millimeter-Reifen und ei­ge­nen Schutz­ble­chen.

Die mo­men­ta­ne Re­nais­san­ce brei­te­rer Rei­fen wur­de vor­ran­gig von Maß­rah­men­bau­ern und Klein­se­ri­en­her­stel­lern vo­ran­ge­trie­ben. Auch un­ter Rei­se­rad­lern fin­det sich schon immer ein Kli­en­tel, das we­gen der vie­len Griff­po­si­ti­o­nen lie­ber mit Renn­len­kern un­ter­wegs ist. Hier setzt zum Bei­spiel Hers­tel­ler Ve­lo­traum mit seinem Fahr­rad­kon­zept "Speeds­ter" an, das mit 26- und 27,5-Zoll-Berei­fung un­ter­schied­li­cher Brei­te aus­ge­stat­tet wer­den kann.

Erst als die Gravel-Räder eine stär­ke­re öffent­li­che Auf­merk­sam­keit er­hiel­ten, wur­de immer mehr Rad­sport­lern klar, dass hier nur we­nig von der Fahr­dy­na­mik des Renn­rads ver­lo­ren geht und der Ge­winn durch ein grö­ße­res Nut­zungs­spek­trum deut­lich über­wiegt. Als Folge stie­gen auch größe­re Fir­men in die Pro­duk­ti­on mit ein.

"Die Vielfalt mo­men­tan an­ge­bo­te­ner Road-Plus- und Renn­rä­der, die ein­fach mehr kön­nen, schließt auch Va­ri­an­ten mit Ge­päck­trä­ger und Nabendynamo-Licht­an­la­gen ein. So wer­den Gravel-Bikes auch oft als Alltags- oder Pendler-Räder und nicht mehr aus­schließ­lich als Sport­ge­rät ge­nutzt", er­klärt Chris­ti­an Ma­lik von Hai­bi­ke aus Schwein­furt. Da­rum ver­fügt Hai­bi­kes neu er­hält­li­ches Gravel-Rad "Seet All­track" in bei­den Aus­stat­tungs­ve­rsi­o­nen (899 bzw. 1.299 Euro) über die ent­spre­chen­den Ge­win­de für Schutz­ble­che und Ge­päck vorn und hinten.

Skepsis wird überrollt

Doch Neuheiten fas­sen auf dem oft eher skep­ti­schen eu­ro­pä­ischen Markt schwe­rer Fuß, da die Men­schen den dif­fu­sen Arg­wohn he­gen, einem Marketing-Trick zu er­lie­gen. "Der US-amerika­ni­sche Markt ist da lo­cke­rer. Dort ach­ten Rad­sport­ler stär­ker auf den Lust-Nutzen und hei­ßen neue Trends schnel­ler will­kom­men", be­schreibt der Renn­rad­jour­na­list und Bran­chen­ken­ner Cas­par Ge­bel.

Höchstwahrscheinlich ist es nur eine Fra­ge der Zeit, bis sich das Gravel-Bike auch bei uns voll­ends durch­set­zen kann, da auf Dauer die Vor­tei­le wie die ver­ein­fach­te Nut­zung und der er­wei­ter­te Ein­satz­zweck über­wie­gen. Dann wer­den auch si­cher­lich mehr und mehr Skep­ti­kern die Zwei­fel genommen.

Quelle: Pressedienst Fahrrad (www.pd-f.de)
Verfasst: Mai 2017