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Sattel & Gesäß

Fahrradfahren ohne Schmerzen

Wer Po-Schmerzen beim Radln nicht lei­den kann: Wei­ter­le­sen! Maso­chis­ten bitte Text über­sprin­gen!

Der Allerwerteste schmerzt und will nichts mehr mit dem Quäl­geist unter sich zu tun ha­ben. Ach ja, wer kennt es nicht ;-). Aber: So wie es für je­den Topf den pas­sen­den De­ckel gibt, fin­det man auch für je­des Ge­säß den rich­ti­gen Sat­tel. Spitzen-Tipps, für Ihr "Popo gut, alles gut!", er­hal­ten Sie hier!

Der Sattel ist nicht immer schuld

Die Verbindung Fahrrad-Mensch ist ein Ge­samt­sys­tem, bei dem viele Pa­ra­me­ter eine Rolle spie­len. Der Sat­tel stellt da­bei ne­ben Len­ker und Pe­da­len nur eine von drei Kon­takt­zo­nen dar. "Wenn die Geo­me­trie des Fahr­rads nicht stimmt, las­sen sich Schmer­zen auch mit dem bes­ten Sat­tel nicht ver­mei­den", bringt es Ste­fan Stie­ner von Ve­lo­traum auf den Punkt. In an­de­ren Wor­ten: Beim Fahr­rad liegt die Ur­sa­che von Pro­ble­men nicht immer dort, wo Be­schwer­den auf­tre­ten.

Fahrradsattel richtig einstellen

Ob das Rad grund­sätz­lich passt und rich­tig ein­ge­stellt ist, er­for­dert streng­ge­nom­men eine kom­ple­xe Ana­ly­se. Bei Ve­lo­traum und ihren Part­ner­händ­lern etwa kommt da­bei ne­ben lang­jäh­rig an­ge­sam­mel­tem Wis­sen eine eigens ent­wi­ckel­te Mess­ma­schi­ne zum Ein­satz.

Un­gleich grö­ber - und da­mit bei chro­ni­schen Schmer­zen nur eine Not­lö­sung - ist eine Me­tho­de, bei der ab­hän­gig von der Sat­tel­hö­he auf zwei Pa­ra­me­ter ge­ach­tet wird: Zu­nächst wird der Sat­tel so ein­ge­stellt, dass man bei durch­ge­streck­tem Bein mit der Fer­se auf dem Pe­dal ste­hen kann; das Pe­dal be­fin­det sich da­bei in sei­ner tiefs­ten Po­si­ti­on. Später, beim Pe­da­lie­ren mit dem Vor­der­fuß, bleibt das Knie so­mit immer leicht an­ge­win­kelt.

Passt die Rah­men­hö­he, be­fin­den sich Sat­tel und Len­ker jetzt bei Trek­king­rä­dern et­wa auf glei­cher Hö­he, bei Ci­ty­bi­kes ist der Len­ker et­was hö­her, bei sport­li­chen Fahr­rä­dern tie­fer. Stimmt auch die Rah­men­län­ge, sind die Lenk­grif­fe jetzt gut er­reich­bar, ohne dass man die Arme durch­stre­cken muss. "Auf eher sport­li­chen Rä­dern bil­den Arme und Ober­kör­per da­bei in etwa einen rech­ten Win­kel, bei Ci­ty­bi­kes und Hol­land­rä­dern ist der Win­kel deut­lich klei­ner", erklärt Ha­rald Troost vom Fahr­rad­her­stel­ler Koga.

Der Sattel selbst wird mög­lichst waage­recht aus­ge­rich­tet. "Vor allem wenn der Sat­tel nach vor­ne ge­neigt ist, rutscht man beim Fah­ren re­gel­recht he­run­ter. Un­wei­ger­lich wer­den dann ver­stärkt die Hän­de be­las­tet, und es kommt hier zu Problemen - selbst wenn mit Len­ker, Grif­fen und Vor­bau alles in Ord­nung ist", er­läu­tert Mo­ni­ca Sa­vio vom Sat­tel­her­stel­ler Selle Royal. Auch auf der ho­ri­zon­ta­len Ebe­ne sollte der Sat­tel rich­tig ein­ge­stellt sein. Das ist er, wenn bei waage­rech­ter Stel­lung der Tret­kur­bel die Knie­schei­be des vor­de­ren Beins senk­recht über der Pe­dal­achse steht (der Fuß liegt da­bei wie beim Fah­ren mit dem Bal­len auf dem Pe­dal auf). Ist das nicht der Fall, wird der Sat­tel auf dem Sat­tel­ge­stell ent­spre­chend vor oder zu­rück ge­scho­ben.

Stimmen diese Ein­stel­lun­gen und es tre­ten immer noch Pro­ble­me auf, liegt es wohl tat­säch­lich an einem fal­schen Sat­tel. Aber wo­rauf gilt es dann zu achten?

Sitzhaltung und Anatomie

Den idealen Sat­tel gibt es nicht. Zu un­ter­schied­lich sind die di­ver­sen Fahr­rad­ty­pen, zu ver­schie­den die ana­to­mi­schen Vo­raus­set­zun­gen der Fah­rer. Ge­ne­rell gilt: Je auf­rech­ter die Fahr­po­si­ti­on, des­to brei­ter der Sat­tel. Ein ty­pi­scher Ver­tre­ter für den Ein­satz auf City­bi­kes ist etwa der Sel­le Ro­yal "Coast" (44,90 Euro) mit der be­son­ders stoß­ab­sor­bie­ren­den "Royalgel"-Pols­te­rung des ita­li­e­ni­schen Sat­tel­spe­zi­a­lis­ten. Da das Ge­wicht des Fah­rers vor allem auf dem hin­te­ren Teil las­tet, kann die "Nase", also der vor­de­re Teil, schmal ge­hal­ten wer­den. Das er­mög­licht es, stö­rungs­frei zu tre­ten, das heißt ohne dass die Ober­schen­kel am Sat­tel rei­ben.

Ent­schei­dend für die ge­eig­ne­te Sat­tel­breite ist aber nicht nur die Hal­tung auf dem Rad, son­dern ganz maß­geb­lich der Ab­stand der so­ge­nan­nten Sitz­bein­hö­cker - also den Kno­chen­par­ti­en an der Un­ter­sei­te des Be­ckens, die beim Sit­zen den Groß­teil der Stütz­ar­beit ver­ri­ch­ten. Im Schnitt lie­gen diese bei Frau­en wei­ter aus­ei­nan­der als bei Män­nern; frü­her wurde da­her ge­ne­rell zwi­schen Damen- und Herren­sät­teln un­ter­schie­den. Die in­di­vi­du­el­len Un­ter­schie­de sind je­doch sehr groß und es gibt da­her große Schnitt­men­gen über die Ge­schlech­ter, also wer­den vie­le Sät­tel als Unisex-Variante an­ge­bo­ten.

Wer große Schwie­rig­kei­ten mit Stand­ard­sät­teln hat, lässt die Po­si­ti­on seiner Sitz­bein­hö­cker am bes­ten bei einem Fach­händ­ler ver­mes­sen, der die­sen Ser­vi­ce an­bie­tet. Da­für gibt es ver­schie­de­ne Sys­te­me, mit denen man die Mes­sung zum Teil so­gar selbst durch­füh­ren kann, aller­dings kann der Händ­ler das Er­geb­nis an­schlie­ßend auch ein­ord­nen und be­ra­tend zur Seite ste­hen.

Zu weich kann hart werden

Reinrassige Renn­rad­sät­tel wie der "Aliante R3" von Fizik (ab 169 Euro) sind nicht nur lang und schmal, son­dern auch hart. Statt weich ge­pols­tert sitzt man hier auf Car­bon und Kev­lar. Das hört sich un­be­quem an, ist es aber gar nicht, denn die Be­las­tung sollte nicht gleich­mä­ßig, son­dern viel­mehr sinn­voll ver­teilt wer­den. Das heißt, dass be­son­ders der em­pfind­li­che Damm­be­reich zwi­schen Sitz­bein­hö­ckern und Scham­bein - im vor­de­ren Teil des Beckens - von der Stütz­ar­beit aus­ge­nom­men bleibt. Sinkt der Po näm­lich zu weit ein, wer­den die hier ver­lau­fen­den Ge­fä­ße und Ner­ven ge­quetscht, es kommt zu Durch­blu­tungs­stö­run­gen und Taub­heits­ge­füh­len.

Die dicke, oft durch Gel-Einlagen un­ter­stütz­te Pols­te­rung bei Citybike-Sätteln dient de­ment­spre­chend we­ni­ger dem Zweck, das Ge­säß weich zu bet­ten, son­dern gleicht die Nach­tei­le einer auf­rech­ten Po­si­ti­on aus: Zum einen ruht da­bei näm­lich der Groß­teil des Kör­per­ge­wichts auf dem Sat­tel, zum an­de­ren schla­gen Stöße be­son­ders stark auf die Wir­bel­säu­le durch. Des­we­gen ist bei brei­ten Sät­teln oft zu­sätz­lich das Sat­tel­ge­stell ge­fe­dert. Be­son­ders bei E-Bikes für den All­tags­be­trieb kommt noch da­zu, dass beim ge­müt­li­chen Pe­da­lie­ren ein Teil der Stütz­kraft durch die Beine weg­fällt und da­für am Sat­tel zu Buche schlägt. Je sport­li­cher die Fahr­wei­se, des­to mehr Ge­wicht drückt da­ge­gen in die Pe­da­le. Al­ler­dings be­steht ge­ra­de hier wie­de­rum die Ge­fahr einer über­mä­ßi­gen Be­las­tung des Scham­beins. In deren Folge rich­tet sich au­to­ma­tisch das Be­cken auf und es kommt zu Be­schwer­den vor allem im Rü­cken­be­reich.

Ganz ohne Pols­ter geht es auf sport­li­chen Rä­dern na­tür­lich nicht. Meist kom­men Rad­ho­sen mit ein­ge­ar­bei­te­ten Sitz­pols­tern zum Ein­satz. "Wich­tig ist, dass die­se jede Be­we­gung rei­bungs­frei mit­ma­chen", er­klärt Ste­pha­nie Herr­ling von Vaude. Da­zu ge­hö­ren ne­ben einer gu­ten Pass­form und dem Ein­satz von hoch­wer­ti­gen at­mungs­ak­ti­ven Funk­tions­materialien - schweißnasse Pols­ter scheu­ern und rei­zen die Haut - flach aus­ge­führ­te Nähte, die nicht drü­cken. Ein ähn­li­ches Pro­blem er­gibt sich bei Sät­teln mit Aus­spa­run­gen im Damm­be­reich. Die­se sol­len die sen­sib­len Stel­len ent­las­ten, müs­sen da­für aber exakt pas­sen, an­sons­ten dro­hen an den Kan­ten Druck­be­schwer­den.

Gerade Reise- und Lang­stre­cken­rad­ler schwö­ren da­ge­gen nach wie vor auf Kern­le­der­sät­tel wie den Klas­si­ker "B17" von Brooks (110 Euro). Diese Sät­tel müs­sen erst "ein­ge­rit­ten" wer­den und er­schei­nen zu Be­ginn eher un­be­quem. Ihre Form passt sich je­doch nach und nach der in­di­vi­du­el­len Ana­to­mie an. Aller­dings ist das Le­der an­fäl­lig ge­gen­über Wit­te­rungs­ein­flüs­sen und muss re­gel­mä­ßig ge­pflegt so­wie ab und an nach­ge­spannt wer­den. Bei guter Pfle­ge hal­ten Kern­le­der­sät­tel dann aller­dings eine kleine Ewig­keit.

Kontrolle und Komfort

Manche Sät­tel be­sit­zen aus Kom­fort­grün­den über­haupt keine Na­se. Das bie­tet ge­wis­se Vor­tei­le, be­deu­tet aber gleich­zei­tig we­ni­ger Kon­trol­le über das Rad. Das Ge­gen­bei­spiel illus­trie­ren Sät­tel, die in ers­ter Li­nie gar nicht zum Sit­zen ge­dacht sind wie der "Apollo" von SDG (44,90 Euro). Dieser Sat­tel ist für den Dirtbike- und Slopestyle-Bereich kon­zi­piert, also vor­nehm­lich für Sprün­ge und Tricks. Die brei­te, grif­fi­ge Sat­tel­na­se hilft da­bei, das Rad mit den Schen­keln zu füh­ren, wäh­rend die Pols­te­rung we­ni­ger der Be­quem­lich­keit ge­schul­det ist, son­dern vor allem vor Ver­let­zun­gen schüt­zen soll.

Übrigens: Nach län­ge­rer Pause ist es völ­lig nor­mal, dass der Sat­tel zu­nächst un­be­quem ist. Und auch wer oft und lange fährt, weiß: Nur mit auf­rech­ter Kör­per­span­nung und dy­na­mi­schem Sit­zen, das heißt von Zeit zu Zeit die Sitz­po­si­ti­on zu ver­än­dern und öfter mal aus dem Sat­tel zu ge­hen, wird man auf Dauer mit dem rich­ti­gen Sat­tel glücklich.

Quelle: Pressedienst Fahrrad (www.pd-f.de)
Verfasst: Mai 2015