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Der Satellitenspur folgen: Teil 1 von 5
Es freut uns sehr, Ihnen an dieser Stelle den Verfasser des PEDALO Online-GPS-Workshops, Herrn Thomas Froitzheim, vorstellen zu dürfen, den Gründer von NAVISO – unserem offiziellen GPS-Partner. Vielfältige Erfahrungen aus der Kartographie, der Outdoornavigation und dem Rad- und Wandertourismus sind es, die Thomas Froitzheim zu unserem ausgezeichneten Kooperationspartner machen.

GPS: Orientierung auf die einfache Art!? © Foto: PEDALO Touristik
Braucht man eigentlich GPS am Rad? Eigentlich nicht – aber die Radtour wird entspannter. Denn mit GPS gibt es unterwegs keinen Orientierungsstress mehr. Die geplante Strecke erscheint als Linie auf dem kleinen Bildschirm, der man nur noch folgen muss. Allerdings – so einfach wie bei der KFZ-Navigation ist es leider noch nicht. Zwar sind die Outdoorgeräte von Garmin & Co. inzwischen erstaunlich präzise und auch preiswert geworden, doch den KFZ-Komfort »Einschalten, eingeben, losfahren/laufen« werden sie auch auf absehbare Zeit noch nicht ermöglichen. Denn anders als beim KFZ-Navi fehlt es den Outdoor-GPS-Geräten am geeigneten Kartenmaterial und vor allem noch an thematischen Inhalten.
Wer sich auf digitale Rad- oder Wandertour begeben möchte, muss sich neben einem GPS-Gerät noch um zusätzliche Software, digitale Karten und Tourenvorschläge für die gewünschte Region kümmern. Vor allem sind Zeit und Geduld gefragt, denn die Einarbeitung in die Funktionen von Hard- und Software sind leider nicht immer selbsterklärend. GPS muss derzeit erst zum Hobby werden, damit es richtig Spaß macht.
Die Planung am Computer eröffnet faszinierende Möglichkeiten, jeder Weg kann mit der Maus als Linie auf der Bildschirmkarte eingezeichnet werden. Mit etwas Übung ist eine Tagestour in 20 Minuten fertiggestellt und wird dann per Kabel auf das GPS-Gerät übertragen. Umgewöhnung ist nicht notwendig, denn am Bildschirm stehen vielfach genau dieselben Karten wie bei der klassischen Papierplanung zur Verfügung, nämlich die amtlichen topographischen Karten 1:25.000 und 1:50.000 – nur eben jetzt auf DVD.
Die PC-Planung eröffnet weitere Möglichkeiten: Weil die meisten digitalen Karten auch Höheninformationen enthalten, kann die geplante Tour auch sofort als Höhendiagramm mit den zu bewältigenden Höhenmetern dargestellt werden. Wer es bequemer haben möchte, lädt sich fertige Touren aus dem Internet herunter, Hotels, Tankstellen, Sehenswürdigkeiten werden als sogenannte »Points of Interest« gleich mitgeliefert. Die Anwendung von Google Earth ist den meisten PC-Nutzern inzwischen geläufig, und auch dort können die digitalen Touren angezeigt werden.
Auf Tour: Kein Orientierungsstress mehr!
Großer Vorteil der Outdoornavigation: Ist die Tour erst einmal auf dem Gerät, findet man die geplanten Strecken und Ziele mit Sicherheit vor Ort wieder. Die am PC geplante Tour erscheint auf dem GPS-Gerät als wegegenaue Linie und braucht nur noch nachgefahren/nachgewandert zu werden. Eine halbwegs präzise Planung vorausgesetzt, ist ein Verfahren/Verlaufen kaum noch möglich, denn Abweichungen von der geplanten Strecke werden spätestens nach etwa 50 Metern Differenz deutlich. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die neue Navigation schon, denn Outdoor-Geräte besitzen in der Regel keine Sprachausgabe. So fordert das Display immer wieder die Aufmerksamkeit des Radlers/Wanderers – »immer noch auf Linie?«. Zudem zeigt ein GPS-Gerät [ohne zusätzlichen elektronischen Kompass] die richtige Richtung nur in Bewegung an, im Stand rotiert das Display und sorgt dann auch für innere Unruhe des Nutzers. Einmal an Planung und Bedienung gewöhnt, zeigt sich der Benutzer aber in der Regel hochzufrieden mit dem neuen Orientierungsmittel, denn das Verfolgen der Wunschstrecke ist nun kein Problem mehr. Unterwegs sind Alternativen von der vorgegebenen Linie übrigens durchaus möglich, denn durch die Zoom-Funktion auf dem Display findet man immer wieder zum Track zurück. Wer sich einige Einzelziele [Ortszentren, Hütten, Gaststätten, Wegkreuzungen etc.] als Wegpunkte gespeichert hat, kann sie sich auch unterwegs in beliebiger Reihenfolge als »Route« zusammenstellen und dann nacheinander ansteuern.
GPS-Geräte zeichnen im Gegensatz zu den KFZ-Navis die zurückgelegte Strecke auch auf und stellen sie als feine »Brotkrumenspur« auf dem Bildschirm dar, die man im Notfall auch wieder zurückverfolgen kann. Diese Aufzeichnung eignet sich später hervorragend zur Dokumentation der Tour, kann am PC nachträglich bearbeitet und zum Tausch mit anderen Nutzern bereit gestellt werden.
Viel Spaß bei der Satellitennavigation,
Ihr Thomas Froitzheim samt PEDALO Team